Psychosomatik Kongress

Dr. med. Jean-Marie Schnyder

Chefarzt

Dr. phil. Marius Zbinden

Psychologe FSP
Leiter psychologischer-psychotherapeutischer Dienst

Credits

SAPPM 4.5
SGAIM 3

Kosten

CHF 50.—
bitte überweisen an:
Walliser Kantonalbank Sitten
IBAN: CH73 0076 5000 L016 6852 6
Luzerner Höhenklinik Montana
3963 Crans-Montana

hier Anmelden

LHM meets KKL - das 3. Psychosomatik-Symposium
Vortragsreihe ‘Mein Herz blutet . . .! Neues aus der Psychosomatik

Donnerstag-Nachmittag, 21. März 2024

Kultur- und Kongresszentrum Luzern, Europaplatz 1 (Terrassensaal, Niveau 5)

Namhafte Referenten teilen ihre Expertenmeinung mit Ihnen zu ADHS, zur Positiven Psychologie - Hoffnung, Glück und Humor, aber auch zum vielbeachteten Paradigmenwechsel in der Schmerztherapie sowie interessanten hausarztpraxisbezogenen Fällen.
Das Zielpublikum sind vornehmlich Allgemein- und Hausärzte, aber auch psychosomatisch tätige Psychiater und Psychologen sowie weitere Fachpersonen, die an der Schnittstelle somatische und psychosomatische Medizin mit leidenden, im Praxis- und Therapiealltag schwierigen, oft hilflosen Patienten zu tun haben.


Roberto D’Amelio, Dipl.-Psych.
Homburg a. Saar/GK Quest Akademie GmbH

Mein Herz rast
. . . ADHS im Erwachsenenalter: Strategien und Interventionen für die Psychotherapeutische und Hausarztpaxis

In diesem Vortrag sollen Standards und aktuelle Entwicklungen in der Psychologischen Behandlung der ADHS im Erwachsenenalter dargestellt werden. Der Schwerpunkt liegt auf einer praxisnahen Vermittlung von störungsspezifischen psychoedukativen und psychotherapeutischen Interventionen. Des Weiteren werden auch Strategien und Methoden eines ADHS spezifischen Coaching vorgestellt. In dem Grundlagenteil dieses Vortrages sollen darüber hinaus auch die Aspekte: Epidemiologie, Ätiologie, Komorbidität und Verlauf der ADHS über alle Altersstufen diskutiert, sowie Grundlagen für eine kompetente Diagnosestellung der ADS/ ADHS im Erwachsenenalter vermittelt werden.


Willibald Ruch, Prof. (em.) Dr.
Psychologisches Institut, Universität Zürich UZH

Mir lacht das Herz
. . . Positive Psychologie; Hoffnung, Glück und Humor

Die Psychologie war traditionellerweise defizitorientiert. Sie leistete Beiträge zur Definition, Diagnose und Behandlung von Störungen und der Evaluation der Behandlungen. Mit der Positiven Psychologie trat ein grundlegender Perspektivenwechsel auf, weil sie sich mit den psychologischen Aspekten des Lebens beschäftigt, die es lebenswerter machen. Man möchte Faktoren und Prozesse verstehen und fördern, die es Individuen und Gemeinschaften erlauben, ein „gutes Leben“ zu führen. Humor ist eine der 24 Charakterstärken, die zum guten Leben beitragen. Wie andere Charakterstärken ist auch Humor erfolgreich trainierbar und das verstärkte Ausüben dieser Stärke erhöht die Lebenszufriedenheit und senkt die Depressivität. Ferner ist Humor ein guter Puffer gegen Stress und Widrigkeiten im Allgemeinen. Es gibt aber feine Grenzen zu beachten, und Humor sollte nicht mit Spass, Spott, Ironie oder Sarkasmus verwechselt werden—welche nicht die förderlichen Effekte des Humors aufweisen. Der Referent geht u.a. de Frage nach der Struktur des Phänomens nach - welche Komponenten hat es und wie stehen die zueinander? Messung (wie kann man es erfassen), und Korrelate (womit tritt es gemeinsam auf), zu Ursachen (erworben oder vererbt) und Konsequenzen (was leisten Humor und Komik) sowie zur Veränderbarkeit.


Ulrich T. Egle, Prof. Dr.
Senior Consultant Schmerz und Psychosomatik, Sanatorium Kilchberg AG, Freiburg/Breisgau

Paradigmenwechsel in der Schmerztherapie. Konsequenzen für die Praxis

Ausgehend von der neuen Klassifikation chronischer Schmerzen in der ICD-11 (MG30) bietet diese KV eine Einführung in die Neurobiologie von Schmerz („bottom-up“ vs. „top-down“) und daraus abgeleitete Ansätze für die schmerztherapeutische ebenso wie die psychotherapeutische Praxis. Ausgangspunkt ist das Gehirn als aktives Organ, das auf dem Hintergrund von Lernprozessen mit Erwartungen arbeitet („predictive processing“). Angesichts aktueller neurobiologischer Erkenntnisse können Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten dadurch einen bedeutend größeren Beitrag in der Schmerztherapie leisten als bisher. Es wird ein neurobiologisch fundierter und Therapieschulen-übergreifender bio-psycho-sozialer Ansatz für eine personalisierte Therapie von Schmerzpatientinnen und -patienten skizziert. Grundlage ist dabei zunächst die Differenzierung zwischen chronischen sekundären und primären Schmerzzuständen.

Vor allem bei Letzteren spielen aversive Kindheitsentwicklungen (ACE+ vs. ACE–) und daraus resultierende Vermeidungsstrategien hinsichtlich der psychischen Grundbedürfnisse psychotherapeutisch eine wesentliche Rolle. In der Behandlungsplanung zusätzlich zu berücksichtigen sind Analgetikakonsum, Insomnie sowie eine Neubalancierung pro- und antiinflammatorischer Cytokine mittels aerober Sporttherapie. Das übergeordnete Therapieziel heißt Schmerzfreiheit.

Literaturhinweise
Klinger, D.Ch. & Egle, U.T. Chronische Schmerzen verstehen und behandeln. Stuttgart: Kohlhammer 2023.
Egle, U.T. & Zentgraf, B. Psychosomatische Schmerztherapie (3. Aufl.). Stuttgart: Kohlhammer 2020.
Egle, U.T.; Heim, C.; Strauß, B. & von Känel, R. (Hrsg.) Psychosomatik. Neurobiologisch fundiert und evidenzbasiert. Ein Hand- und
Lehrbuch. (2. Aufl.), Stuttgart: Kohlhammer 2024.


Heini Frick, Dr. med., FMH AIM
Als früherer Hausarzt und versicherungsmedizinischer Gutachter psychotherapeutische Tätigkeit mit Schwergewicht Teile-Arbeit, medizinische Hypnose, bindungsorientierte Psychotherapie mit Praxis in Luzern

Mir wird warm um‘s Herz
. . . Erfreuliches aus der psychosomatischen Praxis, mit praxisbezogenen Fallbeispielen: 'Ein Potpourri aus Tinnitus, Colon, Schmerz und Herz'

    


Hier ** Anmelden **