Schlafdiagnostik

Ingeborg Klinkhamer
Leiterin Schlaflabor und Medizintechnik

Fon 027 485 81 20

Ingeborg.Klinkhamer@lhm.ch

Leiden Sie unter Tagesmüdigkeit? Schnarchen Sie?
Wer tagsüber ständig müde ist und in der Nacht Atemaussetzer hat, sollte dies unbedingt abklären lassen. Eine Erstauskunft zu möglichen Risiken erhalten Sie durch einen einfachen Online-Test der Lungenliga Schweiz.

Hier gehts zum Test:

Online-Test

Um die Symptome einer Schlafstörung richtig einordnen zu können, ist eine schlafmedizinische Differenzialdiagnostik notwendig. Dazu gehört eine umfassende Erhebung zu den Symptomen und der Krankengeschichte und allenfalls einer überwachten Schlafregistrierung, einer Polysomnographie.

Um die Symptome einer Schlafstörung richtig einordnen zu können, ist eine schlafmedizinische Differenzialdiagnostik notwendig. In einem ärztlichen Erstgespräch, der Anamnese, erfragt Ihr Arzt schlafrelevante Informationen (Schlaftiefe, Schlafgewohnheiten, allfällige Rituale etc.) Im Speziellen werden die Krankheitszeichen (Symptome) und die allgemeine Krankheitsgeschichte erfasst. Haben Sie gewusst, dass gewisse Medikamente zu erheblichen Schlafstörungen führen können? Deshalb ist es für Ihren Arzt unerlässlich, über regelmässige Medikamenteinnahmen informiert zu sein. 

Schlaftagebücher geben Hinweise darauf, welche Ereignisse, Gemütszustände, Situationen und Verhaltensweisen die Schlafqualität und -dauer beeinflussen. Insbesondere kann die Fachperson dadurch auch den zeitlichen Verlauf der Schlafqualität beurteilen. Zur Erfassung der Tagesschläferigkeit wir routineweise der ESS (Epworth Sleepiness Scale) benutzt.

Wir sind in der Luzerner Höhenklinik Montana auf die Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen spezialisiert und führen ambulante Behandlungen durch.

Modernste Diagnostische Apparaturen

Die Luzerner Höhenklinik Montana arbeitet mit dem aktuellsten Nox-Polysmonographie-System. Dieses System ermöglicht eine kabellose und videoüberwachte Polysomnographie. Der Schlafende wird in seiner Bewegungsfreiheit dadurch so gut wie gar nicht eingeschränkt. Unter Polysomnographie ist die «vielfältige Messung des Schlafs» zu verstehen. Dabei wird kontinuierlich der Schlaf (Hirnstromkurven, Atmungsparameter u.a.m.) aufgezeichnet. Dazu werden, völlig schmerzfrei, winzige Elektroden auf die Haut geklebt:

  • auf der Kopfhaut zur Erfassung der Hirnströme (EEG, Elektroenzephalogramm)
  • an den Augenwinkeln zur Messung der Augenbewegungen (EOG, Elektrookulogramm)
  • an Kinn und Unterschenkeln zur Aufzeichnung der Muskelaktivität (EMG, Elektromyogramm)
  • auf Brust (Thorax) und Bauch (Abdomen) werden jeweils Bänder zur Messung der Atemarbeit angebracht
  • an der Brustwand werden Elektroden zur Messung der Herzaktivität (EKG, Elektrokardiogramm) geklebt

Zur Verlaufkontrolle der jeweiligen Therapien wird meistens ein tragbares Polygraphie-Gerät verwendet. Eine Videoüberwachung bzw. Messung der Hirnströme ist dabei nicht notwendig.

Zusätzlich verfügen wir über folgende Untersuchsmöglichkeiten:

  • Vigilanz-Tests: Tagestests zur Messung der Tagesmüdigkeit/Schläfrigkeit (MSLT) oder die Fähigkeit, in monotonen Situationen wach zu bleiben (MWT)
  • Kapnometrie zur Messung des Kohlstoffdioxid (Ausatmungsgas)
  • durch die Aktigraphie (Sensor am Handgelenk) Erfassung von Ruhe- und Aktivitätsphasen während 7 bis 14 Tagen 

 

Zurück