Schlaflabor / Schlafapnoe

Film

Schlaflabor

 

Krankheit

Bereits Charles Dickens hat in seinen “Pickwick Papers” einen übermässig dicken Knaben beschrieben, der während des Essens immer wieder einschlief.

Die Tagesmüdigkeit ist ein Symptom, unter dem viele Menschen leiden. Es kann mehrere Ursachen haben., Eine davon ist der schlechte nächtliche Schlaf. Sehr häufig ist dieser nicht erholsame Schlaf bedingt durch nicht richtiges Funktionieren der nächtlichen Atmung. Beim Schlafapnoe-Syndrom verschliessen sich in regelmässigen Abständen die oberen Atemwege im Bereich des Rachens, was eine genügende Sauerstoffversorgung während des Schlafes verhindert. Die Atmung wird unregelmässig, es gibt Atempausen und der Patient erwacht in regelmässigen Abständen. Begleitet ist diese unregelmässige Atmung von einem lauten, teilweise explosionsartigen Schnarchen. Oft fallen die Atempausen den Betroffenen nicht auf, sondern ihre Partner erschrecken darob. Die Erkrankung nennt sich “obstruktive Schlafapnoesyndrom”, was nichts anderes bedeutet, als dass aufgrund eines wiederholten Kollapses der oberen Luftwege die Atmung für einige Zeit still steht.

Man hat die Tragweite der Erkrankungen erst in den letzten Jahren erkanntm, seit man mittels computerunterstützter Analyse den Schlaf und die Atmung während der Nacht überwachen kann. Man schätzt, dass ungefähr zwei bis drei Prozent der Bevölkerung, hauptsächlich Männer im mittleren Alter, an dieser Erkrankung leiden. Folgen sind Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwäche, Abnahme der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, auch nächtlicher Herzinfarkt infolge Sauerstoffmangel.

Diagnose

Die Luzerner Höhenklinik Montana ist mit einem modernen Schlaflabor ausgerüstet.

Schlaflabor

 

Von der einfachen Pulsoxymetrie (Messung der nächtlichen Sauerstoffsättigung, Atmung und Körperlage) bis zur vollständigen Polysomnographie mit integrierter Schlafanalyse, bei der bis zu 15 verschiedene Parameter gemessen werden können, stehen alle modernen diagnostischen Möglichkeiten zur Verfügung. Kompetente Spezialistinnen und Spezialisten (Schlaflabor, Pneumologie, Psychologie, Neurologie) engagieren sich dabei.

Behandlung

Je nach Schweregrad des Schlafapnoesyndroms kommen verschiedene Behandlungen in Frage. Standardtherapie ist die nächtliche Überdruckbeatmung mittels CPAP-Therapie (Continuous Positive Airways Pressure) für leichtere Fälle können eine erzwungene Seitenlage oder allenfalls atemstimulierende Medikamente eine Alternative bilden. Ausgewählte Fälle werden einer chirurgischen Behandlung zugeführt. Hier hilft die gemeinsame Sprechstunde der LHM mit der Hals-Nasen-Ohren-Abteilung des Kantonsspitals Luzern.

CPAP Therapie mit Maske

Die CPAP-Behandlung wird von den Patienten in der Regel sehr gut toleriert. Regelmässige Kontrollen, eine erste nach 1 bis 3 Monaten und die folgenden in jährlichen Abständen, sind allerdings notwendig. Die Betreuung der Patientinnen und Patienten wird durch die kantonale Lungenliga übernommen, die auch die entsprechenden Geräte zur Verfügung stelt.

Vgl. Bericht “Schlafapnoe – in vier Tagen abgeklärt”.