Sauerstofftherapie

Krankheit

Sauerstofftherapie wird seit langem für verschiedene Erkrankungen empfohlen. Die Zuführung von Sauerstoff über längere Zeit ist erwiesenermassen eine erfolgversprechende Behandlung bei chronischer Bronchitis, schwerem Asthma und Lungenemphysem. Patientinnen und Patienten, die durch die Einschränkung der Lungenfunktion nicht mehr genügend Sauerstoff aufnehmen, profitieren von einer Langzeit-Sauerstofftherapie. Massgebend sind die Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Pneumologie. Die Indikationen für eine Langzeit-Sauerstofftherapie zuhause sind auf wenige Krankheiten beschränkt.

Sauerstofftherapie

Bei Patientinnen und Patienten mit chronischer Bronchitis, Emphysem und schwerem Asthma verlängert die Therapie mit kontinuierlicher Zufuhr von Sauerstoff das Leben und sie verbessert die Lebensqualität. Die Patienten werden zuhause von ihrem Hausarzt  betreut, und von der Lungenliga, die auch die entsprechenden Geräte zur Verfügung stellt. Die Langzeit-Sauerstofftherapie aufgrund der Indikationenliste der Schweizerischen Gesellschaft für Pneumologie ist eine kassenpflichtige Behandlung.

Diagnose

Zur Beurteilung der Frage, ob eine Langzeit-Sauerstofftherapie nötig ist oder nicht, bedarf es verschiedener Abklärungen. Insbesondere muss die Lungenfunktion stark eingeschränkt und die Sauerstoffaufnahme behindert sein, wenn dieser Therapieweg beschritten werden soll. Ob eine Patientin oder ein Patient während den täglichen Aktivitäten unter Sauerstoffmangel leidet, zeigt ein Belastungstest für Herz und Lunge (Ergospirometrie).

Behandlung

Zur Behandlung mit Dauer-Sauerstoff stehen verschiedene Systeme zur Verfügung. Das Standardsystem ist der Sauerstoffkonzentrator, der zuhause aufgestellt wird und über einen bis zu 15 Meter langen Schlauch mit dem Patienten verbunden wird. Dadurch hat der Patient zuhause eine gewisse Mobilität.

Sauerstoffdruckgasflaschen als Quelle für eine Langzeit-Sauerstofftherapie werden nicht empfohlen, da der ständige Wechsel aufwändig und teuer ist. Druckgasflaschen eignen sich nur für kurzfristige Sauerstoffzufuhr.

Sauerstoff tanken

In der Schweiz wird auch Flüssigsauerstoff angeboten. Dieser gekühlte und dadurch flüssige Sauerstoff wird in einfachen Behältern geliefert. Von diesem Behälter füllen die Patientinnen und Patienten kleine tragbare Reservoirs ab, die an den Arbeitsplatz oder auf den Spaziergang mitgenommen werden. Dadurch wird die Mobilität wesentlich vergrössert.

Es kann ein kleiner Schlauch direkt in die Luftföhre eingeführt werden. Dieser kleine Eingriff kann in der Luzerner Höhenklinik Montana vorgenommen werden. Die Patientinnen und Patienten bedürfen anfangs einer engmaschigen ärztlichen Kontrolle. Sie erlernen während ihres stationären Aufenthalts das Einlegen und das Reinigen. Damit entfällt die oft störende Sauerstoffzufuhr über die Nasenbrille.

Sauerstoffbedürftige Patienten werden in der Luzerner Höhenklinik Montana genau untersucht und bezüglich ihres zusätzlichen Sauerstoffbedarfs abgeklärt. Die Therapie wird eingeleitet, und anschliessend werden die Patienten zur Weiterbehandlung dem Hausarzt und zur Weiterbetreuung der Lungenliga übergeben.