Die “Ausweiche” – die Erfindung eines Luzerners!

Ausweiche

Über der Luzerner Höhenklinik Montana flattert die Luzernerfahne. Aber wissen die Patientinnen und Patienten, die aus diesem Kanton hergekommen sind, auch Bescheid über die Erfindung des Luzerners Roman Abt?

Roman Abt hat für Standseilbahnen eine “Ausweiche” erfunden, die es gestattet, auf- und abwärtsfahrende Bähnchen aneinander vorbei zu bringen. Sein Problem: Wie verhindert man, dass die Spurkränze an den Rändern beim Kreuzen das Drahtseil des Gegenbähnchens durchschneiden? Auf dem Foto sieht man unten das bergwärts fahrende Bähnchen, das am dicken Seil hängt. Das Bähnchen wird also auf der Spur rechts an uns vorbeiziehen. Natürlich hängt auch unser Bähnchen an einem dicken Seil, nur ist es auf dem Bild nicht zu erkennen, wir sehen nur das talseitige dünne Seil auf der linken Spur.

Hätte jedes Rad, wie üblich, auch auf der Innenseite (in unserem Bähnchen rechts) einen Spurkranz, so würde unser talwärts fahrendes Bähnchen das dicke Seil des bergwärts fahrenden touchieren und beschädigen. Roman Abt hat deshalb die Innenräder der Bähnchen nicht mit Spurkränzen versehen, sondern sie als runde Walzen konstruiert. So fährt unser Bähnchen rechts mit Walzen hinunter und passiert die Ausweiche ohne Probleme. Damit es nicht aus den Schienen fällt, hat Roman Abt für die linken, also aussenfahrenden Räder einen doppelten Spurkranz konstruiert. – Umgekehrt fährt auch das bergwärts fahrende Bähnchen nur auf der Aussenschiene geführt, während die Innenschiene mit Walzenrädern befahren wird. Eine geniale Erfindung, die weltweit umgesetzt wurde!

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