Karin Bayard: mit Bewegung auf den Menschen zugehen

Balance

 

 

Es zog sie ins Thema Gesundheit/Soziales hinein. Das bedeutete Weiterstudium, nämlich vier anspruchsvolle Jahre Schule für Physiotherapie. Damit wurde Karin Bayard diplomierte Physiotherapeutin. Mit dem Lernen kam eine intensive praktische Betätigung, auf einem breit abgesteckten Arbeitsgebiet, das auch Geistigbehinderte mit einbezog

 

Die Bezeichnung ihrer Stelle zeigt es deutlich: “Leiterin Physiotherapie”. Das impliziert eine Führungsfunktion. Und eine nicht ganz einfache Organisation. Denn die Physiotherapeutinnen und –therapeuten sind auf bestimmte Fachbereiche ausgerichtet. Die Klinik weist ja eine Vielfalt von Einsatzfeldern auf. In der gesamten Gruppe, die Karin Bayard anvertraut ist, kommt sehr viel Wissen und Können zusammen. Deshalb achtet sie auf ergiebigen Austausch, nicht nur innerhalb des Teams, sondern auch mit den anderen Berufsgruppen der Klinik, also mit der Medizin, den Psychologen und der Pflege. Das ergibt den ganzheitlichen Ansatz, für den die LHM im Patientenkreis bekannt ist. Ärzte, Psychologen, Pflegende, Therapeuten – alle wirken zusammen, zugunsten des Patienten.

 

Die Arbeit ist sehr vielseitig und die Physiotherapeutinnen und –therapeuten sollen sich darin selbständig bewegen können. Karin Bayard weiss um die Bedeutung dieser Flexibilität und Offenheit.

 

“Man muss den Zugang zum einzelnen Patienten finden. Sein Mitmachen ist das A und O unserer Arbeit.” Sie müsse den Patienten dort abholen, wo er aktuell gerade sei. Der eine Patient tritt mit klaren Erwartungen auf, andere haben keine oder nur vage Vorstellungen von dem, was zur Gesundung beitragen kann und soll. “Wir müssen den Patienten immer etwas fordern, aber nicht überfordern. Es ist spannend zu sehen, wie sich der Weg zum gesunden Mass auftut.”

 

Alles beginnt mit Diagnose und Anamnese, der Eintrittssituation und der Krankengeschichte also. Gemeinsam mit dem Patienten werden die Ausgangslage, aber auch die Probleme und erst recht die Anliegen im Detail besprochen. Auf den Befund folgt das Programm. “Und es ist wichtig, dass sich der Patient selber Ziele setzt”, sagt Karin Bayard. “Wenn er diese Ziele aus eigener Sicht formuliert, sind wir auf dem richtigen Weg.” Der Austrittsbefund wird offenlegen, wie weit man auf dem Weg vorankommen konnte. Der ganze Prozess erfordert Übung, Geduld, und manchmal auch ein gewisses Frustvermögen. Die Erfolgserlebnisse bieten das positive Passstück dazu.

 

Das ist ein natürlicher Vorgang. Und von der Natur hat die Leiterin Physiotherapie mehr als nur eine Ahnung. Sie bewegt sich sehr gerne draussen; sie wandert, joggt, fährt Ski. Sie reist auch gerne und liest. Ein Mensch ohne einengende Fixierungen also, und das ist wohl auch das Richtige für die Arbeit mit anvertrauten Patienten.

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