LHM-Kolloquium Pneumologie im Campus Hotel Hertenstein

Kolloquium 2016

Welch ein fantastischer Rahmen: Vom Landungssteg 5 beim KKL in Luzern ging es auf dem hellen MS Cirrus in Richtung Hertenstein, wo das Campus Hotel keine Wünsche offen liess.

Jean-Marie Schnyder, Leiter der Luzerner Höhenklinik Montana und deren Chefarzt, konnte eine stattliche Schar fortbildungshungriger und diskussionsfreudiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüssen. Moderiert wurde das wissenschaftliche Fortbildungsprogramm durch seinen Vorgäner, Werner Karrer, und André Thierry, zwei erfahrene Könner also.

Jean-Marie Schnyder

Pneumologie …

“Mit Hitze, Kälte, Ventilen und Drähten”, wie es Marcus Hesse formulierte, greift die moderne Pneumologie in Lungen und Bronchien ein. Aus seinem Referat wurde ein eindrücklicher Überblick über Instrumente, Medikamente und interventionelle Verfahren, ausdifferenziert nach der jeweiligen Krankheitssituation. Eine geballte Ladung an Information und auch an Hilfe für den Arzt.

Dem folgte ein Rundgang durch die Möglichkeiten der Inhalationstherapien, souverän erklärt durch Prof. Martin Brutsche. Sein Vortrag über Inhalativa und Inhaler zeigte nicht nur die Charakteristika einzelner Einsatzmittel, sondern auch die Handhabungsprobleme, die gelegentlich beim Patienten aufkommen.

Husten – ein einfaches Wort, ein überaus komplexes Arbeitsfeld für den Mediziner. Erich Helfensteins Erklärungen waren wie angekündigt eine “Reise mit Hindernissen”, wie er an einem Fallbeispiel aufzeigte. Husten sieht er nicht als Krankheit, sondern als lebenswichtigen Abwehrreflex.

… und was auch dazu gehört

In der LHM hat die Bedeutung der psychosomatischen Rehabilitation stark zugenommen. So lag ein Referat von Jaroslav Antoni Dudczak auf der Hand. Dudczak, ab Oktober 2016 Stellvertretender Chefarzt der LHM, ging aus von sauberen Definitionen und einem aufhellenden kleinen Publikumstest. Welches sind die massgebenden Indikationen, welches die Kontraindikationen? Die Behandlung von Patientinnen und Patienten, die unter einer Kombination von somatischen und psychischen Störungsbildern leiden, ist eine anspruchsvolle Sache. Das geht nicht nur aus den Ausführungen Dudczaks hervor, sondern auch aus dem Klinikalltag der LHM.

Genügt es, wenn man als Medizinstudent total 50 Minuten etwas über Führung hört? Wer dem Feuerwerk des erfahrenen Arztes Herbert Widmer folgte, sagt dazu ein klares Nein. Zur guten Führung gehören nicht nur Techniken und die Kenntnis verschiedener Führungsstile. Sondern auch Bereitsschaft und Motivation, ein Können und ein Wollen. Und ein Machen – wie der Herausgeber des “Luzerner Arztes” unterstrich.

 

 

 

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