Herausforderungen für die Pflege

Anita Heggli Pflege

Anita Heggli, Leiterin Pflege der LHM, weiss sehr wohl, dass die Pflegenden der Klinik sehr oft grosse Herausforderungen meistern müssen. Als erste Herausforderung nennt sie die sprachlichen Barrieren. Die tauchen auf, wenn ein Patient keine der Landessprachen beherrscht und ein Übersetzungsdienst eingeschaltet werden muss, allenfalls am Telefon. Der Patient muss die Massnahmen verstehen und die Gründe begreifen. Oft wird auch mit einem Laptop kommuniziert. Deutsch und Französisch dominieren, aber die Belegschaft kann auch Italienisch, Englisch, Russisch, Rumänisch und Bulgarisch abdecken. Schwierig kann es auch in Sterbesituationen werden. Es gilt, die Wünsche und Bedürfnisse des Sterbenden zu erfüllen. Das hat einmal dazu geführt, dass man auf dem Dach der Klinik ein Fondue servierte, zusammen mit Angehörigen. In der Regel werden die Beziehungen zwischen Pflegenden und einem sterbenden Patienten besonders intensiv. Da fällt ein Abschied besonders schwer. Als dritte Situation nennt Anita Heggli jene der dementen Patienten. Hier ist zwischen gesundheitlich und sicherheitsmässig gegebenen Einengungen und dem üblicherweise grossen Freiraum des Patienten abzuwägen. Schliesslich gibt es die besonders komplexen Krankheitsbilder, die besonderes Können und Aufmerksamkeit abverlangen. Das war etwa bei einem Patienten der Fall, der von einem Traktor überfahren worden war und dabei mehrere Knochenbrüche erlitt.  Bei multimorbiden Patienten besteht die Gefahr, aufgrund der langen Aufenthalte im Spital und anschliessend in der LHM, dass der Lebensmut sie verlässt  und ihnen die Decke auf den Kopf fällt. Hier ist die Pflege auch sehr gefordert, dem Patienten Hoffnung auf Besserung zu vermitteln und ihn zu motivieren, aktiv am Behandlungsprogramm teilzunehmen. Ihm die kleinen Fortschritte aufzuzeigen und sich mit ihm über Behandlungsschritte und Erfolge zu freuen.

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