Simon Lampart über Standards und die Patientenoptik

Lampart

 

Bei Simon Lampart geht die Spezialisierung in Richtung Innere Medizin. Selbstverständlich sucht der Arzt nach der jeweils besten Lösung für den Patienten, wobei UpToDate als evidenzbasiertes Unterstützungssystem die klinischen Entscheidungen wie ein Coach den Entscheidungsprozess begleitet. Es gilt, Symptome festzustellen und Verläufe zu beobachten. Da zählt nicht nur Wissen, sondern auch Erfahrung. “Wichtig sind die Schnittstellen, die Wechsel, wenn etwas Unerwartetes eintritt”, sagt der Oberarzt.

Aber Simon Lampart arbeitet nicht allein, als Oberarzt ist er eine Anlaufstelle für die Entscheidungen der Assistenzärzte und damit eine allenfalls korrigierende Instanz. Alle Erwägungen müssen letztlich auch zeitökonomischen Kriterien standhalten. Weder er noch seine Assistenzärzte können beliebig viel Zeit aufwenden für die Klärung irgendwelcher Detailfrage. Es geht um das Wesentliche – das Wohl des Patienten.

Der Oberarzt weiss um die Patientenrechte, achtet aber auch darauf, was dem Patienten zu erklären ist und was nicht. Oft kommen Patienten mit fixierten Vorstellungen ins Gespräch und er muss erkennen, ob sich dabei eine Antagonie aufbaut. Wenn Simon Lampart beispielsweise ein Medikament ins Auge fasst, bekommt er von Patientenseite sehr oft die Frage nach Nebenwirkungen zu hören. Der Patient fühlt sich manchmal ohnmächtig und hat seine Befürchtungen, die der Arzt nicht einfach beiseiteschieben kann. “Als Arzt komme ich um die Psyche des Patienten nicht herum, denn es kommt regelmässig vor, dass nicht nur die Fakten der Erkrankung eine Rolle spielen, sondern dass Ängste bezüglich deren Verlauf Entscheidungswünsche mit beeinflussen.”

 

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