Kuno Hendrich: „Sensibilität und Erfahrung!“

Hendrich Kuno Web 

Er leitet die Pflege in jener Station der LHM, die sich ausschliesslich mit Psychosomatik befasst. Kuno Hendrich, den es von Deutschland in die herrliche Alpenwelt von Montana verschlagen hat, weiss um die Weite, die seine Aufgabe mit sich bringt: Hier durchleben Patienten Höhen und Tiefen, jeder bringt seine Biografie mit und reagiert anders, oft heute anders als gestern, einmal angstvoll und einmal nicht. „Es braucht sehr viel Erfahrung in diesem Pflegeeinsatz, aber auch ein gehöriges Mass an Sensibilität, Empathie und auch Toleranz.“

Hendrich ist diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger. Zusätzlich zur Krankenpflege-Ausbildung absolvierte er vier Jahre lang eine spezielle in Psychiatrie und Psychotherapie. Die erforderliche Berufserfahrung holte sich Hendrich während 17 Jahren Tätigkeit in einer Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

Er weiss, was es heisst zu akzeptieren, wie ein Patient seine Welt wahrnimmt. Stressfaktoren, soziale Faktoren, alles wirkt sich aus und verlangt von den Pflegenden viel Geduld. Die Beziehung, die sich zwischen ihnen und den Patienten entwickelt, ist von grosser Bedeutung, sagt Hendrich. Es braucht Aufmerksamkeit, und viel Empathie, um zu erkennen, was sich im Patienten tut, vor allem wenn eine Situation eskalieren will und aus dem Ruder zu laufen droht.

In den Patientenblättern werden alle Beobachtungen festgehalten. Das ist eine gute Grundlage für das Therapieprogramm. Der Patient absolviert es einzeln – etwa in Form von Entspannungstherapie – oder in Gruppengesprächen und Gruppentherapie. Im Verein mit anderen Patienten entfaltet sich eine eigene Gruppendynamik, die sehr wichtig werden kann. Es zählt alles, was weiterführt und stabilisieren hilft.

Als Kaderperson ist Kuno Hendrich verantwortlich für die Personalplanung. Er überblickt die Pflegeprozesse, ein zentrales Thema für sein ganzes Team. Ohne Teamwork ginge es nicht, hier unterstützt man sich und man tauscht sich aus. Feedback ist ein Schlüsselbegriff in diesem Beruf. „Man bekommt unheimlich viel positives Feedback von den Patienten“, freut sich Hendrich. Menschen aus psychischer Not, aus der Angst und Hoffnungslosigkeit herauszuführen, das ist nicht nur eine schwere Aufgabe, sondern auch eine dankbare.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

2 + 3 =

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>