Nationales Programm Tabak 2012 – 2016

Tabak-Kampagne 2012 bis 2016

Das Nationale Programm Tabak legt die nationale Strategie zur Tabakprävention fest. Das Programm setzt sich zum Ziel, die Anzahl tabakbedingter Todes- und Krankheitsfälle in der Schweiz zu reduzieren. Der Tabakkonsum gilt als wichtigste Einzelursache für den Verlust an Lebensqualität und Lebensjahren. Die jährlichen volkswirtschaftlichen Kosten werden auf immerhin rund 5 Milliarden Franken geschätzt. Die Umsetzung des Nationalen Programms Tabak erfolgt unter Federführung des Bundesamtes für Gesundheit gemeinsam mit den Kantonen und regierungsunabhängigen Partnern (NGO).

Das Nationale Programm Tabak wurde vom Bundesrat zunächst für die Jahre 2008-2012 verabschiedet. Am 9. Mai 2012 hat er es um vier weitere Jahre bis Ende 2016 verlängert. Die Verlängerung gewährleistet die nachhaltige Wirkung bereits aufgenommener Präventionsaktivitäten. Die Oberziele und die strategischen Ziele des Nationalen Programms Tabak bleiben unverändert bestehen.

Drei Oberziele

Das Nationale Programm Tabak verfolgt die Mission, die Anzahl tabakbedingter Todes- und Krankheitsfälle in der Schweiz zu reduzieren. Die drei Oberziele wurden wie folgt festgesetzt:

  1. Der Anteil der Rauchenden in der Wohnbevölkerung der Schweiz ist um 20 Prozent, das heisst von 29 Prozent (2007) auf rund 23 Prozent, gesunken.
  2. Der Anteil der Rauchenden in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen ist um 20 Prozent, das heisst von 24 Prozent (2007) auf unter 20 Prozent, gesunken.
  3. Der Anteil der Personen, die wöchentlich sieben Stunden oder mehr dem Tabakrauch anderer Personen (Passivrauchen) ausgesetzt sind, ist um 80 Prozent, das heisst von 27 Prozent (2006) auf rund 5 Prozent, gesunken.

Elf strategische Ziele

Auf diese vier Bereiche konzentrieren sich denn auch die folgenden 11 strategischen Ziele des Programms:

  • Im gesellschaftlichen Zusammenleben ist Nichtrauchen selbstverständlich.
  • Das Wissen über die Schädlichkeit des Tabakkonsums ist erhöht und die Akzeptanz für die Tabakprävention ist in Bevölkerung und Politik gestiegen.
  • Im Bereich Tabak wird das schweizerische Recht entsprechend den Verhandlungsergebnissen über ein Gesundheitsabkommen mit der Europäischen Union (EU) angeglichen.
  • Die Schweiz ratifiziert die WHO-Tabakkonvention.
  • Die Tabaksteuer wird gemäss geprüften Wirksamkeitskriterien erhöht.
  • Der Schutz vor Passivrauchen wird auf Bundesebene gesetzlich geregelt.
  • Die Kantone setzten ihre vielfältigen Bemühungen für eine wirksame Tabakprävention fort.
  • Junge Nichtrauchende werden darin unterstützt, nicht mit dem Rauchen anzufangen.
  • Rauchende werden darin unterstützt, mit dem Tabakkonsum aufzuhören.
  • Die Akteure der Tabakprävention setzten sich gemeinsam für die Umsetzung dieses Programms und für die Weiterentwicklung der Tabakprävention in der Schweiz ein.
  • Die in der Tabakprävention tätigen Behörden und Institutionen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene stimmen ihre Tätigkeit bei der Programmumsetzung aufeinander ab und sorgen für einen effizienten Mitteleinsatz und Nutzung vorhandener Synergien.

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