“Ich steige aus der Kugel”

 

Die Patientin, die im Montana Talk über ihre Erfahrungen während ihres sechswöchigen Aufenthalts berichtet, hat in der Ergotherapie eine bemerkenswerte Skulptur geschaffen. „Diese soll mein Leben von früher repräsentieren. Ich steige aus der Kugel enthäutet in das Hier und Jetzt aus“, sagt sie.

Die Ergotherapie sei überaus gut gewesen, hier habe sie sich konzentrieren gelernt und sich in Geduld geübt. „Es war irrsinnig“, schwärmt die Patientin. Die Ergotherapeutin sei eine „super Person“. Sie fasste wieder Fuss, folgte dem ärztlichen Rat, Sport zu treiben, und gab das Rauchen auf.

Sie hatte von einem Freund über Montana berichten hören. „Der wäre am liebsten in Montana geblieben“. So sprach sie mit ihrem Arzt und der meldete sie an. „Ich bin froh, dass ich hier bin. Das hat mir alles gut getan“. Sie hatte unter psychischen Problemen gelitten, erlebte ein Burnout, wurde schliesslich arbeitslos, was physische Schmerzen zur Folge hatte. Schmerzen im Rücken und die Beine hinunter, oft auch am Nacken. Da lag die Diagnose „psychosomatische Erkrankung“ auf der Hand.

In Montana wurde sie sehr gut aufgenommen, und die Ärzte setzten sehr viel in Bewegung. Sie lernte das Loslassen. Die Schmerzen klangen ab. „Ich könnte nichts Negatives sagen, und ich käme sofort wieder hierher“. Die Rösti hat sie etwas deftig gefunden, das Gemüse bisweilen zu wenig gewürzt, der Braten zu wenig zart. Es wurde nach dem Essen auch zu rasch aufgeräumt, fand sie, die aus verständlichen Gründen nie mehr unter Druck geraten wollte. Aber die Patientin lacht, der Nutzen war ungleich grösser. Sie machte Fortschritte, rühmt heute die Mitarbeitenden auf der Station, erzählt über ein hilfreiches Rollenspiel während der Therapie. Das ist für sie bedeutend wichtiger geworden.

 

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